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Benajarafe, 7.4.03
Liebe Tierfreunde!
Unser Katzenhaus ist fertig und wahrscheinlich das Schönste in ganz Spanien. Die gesamte Einrichtung haben wir vom Sperrmüll geholt und sie hat somit nichts gekostet. Die Quarantäne ist fertiggestellt und der Freilauf wird gerade errichtet.
Wir konnten bisher 54 Katzen kastrieren lassen, 6 Kätzchen und einen Fundhund konnten wir bereits vermitteln.
Als nächstes bauen wir an unser Haus am Hundezwinger einen kleinen Freilauf an, damit wir eine hochträchtige Hündin vom Parkplatz eines Supermarktes holen können. Sie kann dann in Ruhe ihre Jungen bekommen; hoffentlich werden es nicht zu viele!
Wir benötigen außerdem Baumaterial für einige kleine, separate Hundequarantänehäuschen. Auch muss der obere Teil des Grundstücks noch eingezäunt werden. Im Moment hilft uns ein junger Mann aus Deutschland gegen Kost und Logis.  Darum wäre es wichtig, dass wir das Geld für die nötigen Anschaffungen an Baumaterialien noch zusammenbringen, solange unser Helfer noch bei uns ist. So könnten wir in den nächsten Wochen viel voranbringen, um endlich den vielen herrenlosen Tieren in dem von uns geplanten Ausmaß helfen zu könne
Recht herzlichen Dank für alle bisherige und zukünftige Unterstützung,
Barbara Steppert
Benajarafe, 14.08.2003
Liebe Tierfreunde!
Wir haben in den letzten Monaten zusammen mit unserem Helfer Markus viel vorangebracht. Der Freilauf vom Katzenhaus ist fertig und der obere Teil des Grundstücks ausbruchsicher eingezäunt. Ein Hundehaus mit Freilauf und ein kleiner Notzwinger sind errichtet. Ebenso der Freilauf am Hundezimmer unseres Hauses.
Sämtliche Einrichtungen sind natürlich ständig voll belegt. Außerdem tummelt sich eine täglich anwachsende Schar von Katzenkindern in unserem Gästeappartement. Sie stammen alle entweder direkt aus Mülltonnen oder wurden in Kartons daneben abgestellt. Die meisten Tiere werden uns von deutschen Urlaubern gebracht, die zutiefst erschüttert sind von der Herzlosigkeit und Grausamkeit der hiesigen Bevölkerung. Einige Kätzchen wurden bei unserem Tierarzt nachts in den Briefkasten gesteckt, ein Karton mit vier Labradorwelpen stand morgens vor der Praxis. Jugendliche wollten fünf gerade geborene Katzenbabies in einer Plastiktüte im Meer ertränken.
Wir konnten sie einer Katzenmutter mit vier eigenen Kindern unterschieben. Alle leben jetzt bei uns im Katzenhaus. Inzwischen haben wir 32 Katzenkinder und 21 Hunde in ein besseres Leben vermitteln können. Im Juni kamen in ein ca. 45 km entferntes Tierheim zwei deutsche Tierärztinnen, die zwei Wochen lang unermüdlich und unentgeltlich kastriert haben. Im Rahmen dieser Aktion haben wir auch auf einem Campingplatz freilebende Katzenkolonien kastrieren lassen. Diese waren nämiicn durch die endlose Vermehrung schon zu einem Ärgernis geworden und der Besitzer des Campingplatzes war kurz davor, das Problem auf ,,spanische Art" zu lösen, indem er einfach die Tierfänger alarmieren wollte und sich so durch Tötung der Tiere entledigen wollte. Wir konnten ihnüberzeugen, dass es besser ist, die Katzen zu kastrieren und dort leben zu lassen, denn durch Tötung der Tiere würden sich nach kurzer Zeit nur wieder neue Katzen ansiedeln, sich unkontrolliert vermehren und das Problem von vorne beginnen.
Zudem haben wir für ein befreundetes Tierheim sämtliche noch nicht kastrierte Hunde mit unserem alten Transporter zu den beiden Tierärztinnen gebracht und kastriert wieder abgeholt. Sobald die größte Hitze vorbei ist, müssen wir dringend drei bis vier weitere Hundehäuser mit einem jeweils eigenen Freilauf bauen, denn uns erdrückt eine Flut von weggeworfenen Tieren, die wir nicht ablehnen können und wollen, da wir doch wissen, dass sie eher früher als später in der Tötung landen werden. Unser Fleiß beim Errichten neuer Gebäude wird getrieben von der Tatsache, dass mangelnde Unterbringungsmöglichkeit nicht für den Tod von vielen Tieren verantwortlich sein soll. Auch Platz ist auf unserem Grundstück noch genügend, einzig das Geld für weiteres Baumaterial fehlt
Wir hoffen sehr auf Ihre Hilfe, denn unser gesamtes privates Geld haben wir schon längst in die Tiere investiert. Die laufenden Kosten für Tierarzt und Futter verschlingen unser monatliches Budget komplett, so dass wir auch keine Rücklagen mehr haben. Momentan haben wir 40 Katzenkinder bei uns untergebracht und wollen dieser Flut mit einer Plakataktion entgegenwirken, mit der wir die Einheimischen bitten wollen, die Tiere nicht mehr an den Mülltonnen der Urlauber und ansässigen Ausländer auszusetzen, damit diese sich um die Tiere kümmern, sondern wollen sie selbst etwas für die Problematik sensibilisieren und Ihnen z.B. mit geringeren Kastrationskosten entgegenkommen, damit keine überflüssigen Katzenkinder mehr weggeworfen werden müssen. Zum Glück haben wir eine Tierärztin, die uns hierbei preislich unterstützt. Denn das Aufpäppeln aller Würfe einer Katzenmutter eines Jahres kostet mehr, als ihre Kastration.
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Für dieses Pilotproiekt in Benajarafe hoffen wir ebenso auf Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns für alle bishenge Hilfe, ohne die wir hier noch nicht so viel erreicht hatten.
Barbara Steppert und Reinhard Siedersbeck
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