Mali Losinj  2005

Unsere Hilfe von Dezember 2004 bis April 2005

Wir  halfen Frau Veronika Vidos mit Futter für ihre ca. 130 Katzen und übernahmen Impf- und andere Tierarztkosten, sowie Transportkosten. 2 Hunde und 13 Katzen konnten durch uns vermittelt werden.

Unsere Hilfe von April bis Juli 2005

Wir bezahlten die Kastrationen von 24 weiblichen Katzen und einer Hündin, außerdem noch die Impfung (Chip) und sonstigen Tierarztkosten von 7 Hunden. Veronika Vidos bekam noch einiges Futter. Sie konnte auch 8 Hunde aufnehmen und weiter vermitteln.

Die Situation der Katzen auf der Insel hat sich deutlich verbessert. Die Katzenpopulation bleibt jetzt endlich konstant. Als wir 1998 mit unserer Hilfe begannen, traf man überall in den Pinienwäldern auf ausgesetzte Katzenbabies mit oder ohne Mutter. Zwischendurch fand man auch mal Skelette von verhungerten Tieren. Um dies zu beenden, wurden immer wieder Vergiftungsaktionen durchgeführt, die aber auch nur kurzfristig „halfen".

Durch unsere vielen Kastrationen der letzten 7 Jahre hat sich endlich die Katzenpopulation verkleinert und man findet nur noch äußerst selten ausgesetzte Kätzchen. Da aber alle Katzen frei in der Natur leben, nur von Veronika Vidos täglich gefüttert und mit dem notwendigen Wasser versorgt werden, können wenige neu dazu gesetzte Katzen in den Gruppen bleiben. Wichtig ist nur, dass sie sofort kastriert werden. Von den Katzen sterben natürlich hin und wieder einige durch Autos, streunende Hunde, Tierhasser oder Krankheiten. Daher bleibt jetzt der Katzenbestand gleich. Außerdem können dadurch alle Katzen versorgt werden und keine muss mehr, wie früher, elendiglich verhungern.

Um diesen Erfolg auf der Insel beizubehalten, müssen die wichtigen Kastrationen kontinuierlich weiterlaufen! Veronika Vidos füttert in Mali Losinj an 23 Plätzen, sowie in den Orten Artatore und Cunski und bei sich daheim zusammen an die 150 Katzen. Früher lagen bei ihr ständig vor oder im Garten in Kartons ausgesetzte Katzenbabies. Viele Privatpersonen des Ortes haben so ihren ungewollten Katzennachwuchs bei ihr „entsorgt". Auch dies hat sich reduziert. Wir bezahlten nämlich auch immer wieder die Kastration von Katzen mit Besitzern. Viele Bewohner hätten sich nämlich nie eine solche Operation leisten können oder wären ohne unsere Überzeugungsarbeit niemals auf die Idee dazu gekommen. Für die Katzen hat sich also unsere Mühe gelohnt.

Das Problem der Hunde auf der Insel ist leider noch nicht gelöst. Es gibt niemanden, der ausgesetzte Hunde aufnimmt. Frau Vidos kann immer nur maximal 2 bei sich zu ihren Hunden dazu nehmen. Sie wohnt mitten im Ort und bekommt sonst Probleme mit ihren Nachbarn. So sind wir oft die einzige Rettung für wenigstens einzelne Hunde der Insel.

Zum Beispiel für die Hündin Kuki und die Kiste Welpen in ihrem Garten. Kuki wurde von tierliebenden Menschen umherirrend in der Stadt gefunden und zu Veronika Vidos gebracht. Kuki hatte einen Besitzer, aber den interessierte die kleine Mixhündin nicht mehr. Statt Liebe und Futter bekam sie eher Schläge. Trotzdem liebte die Hündin ihre Leute und lief regelmäßig von Veronika Vidos weg, durch die ganze Stadt hindurch bis vor die Türe ihres Besitzers. Dort saß sie dann oft die ganze Nacht, bis Veronika Vidos sie wieder abholte. Der Besitzer war wütend und wollte Kuki endlich loshaben. Damit die quälende Odyssee, die wegen der Autos auch nicht ungefährlich war, für Kuki endlich aufhörte, durfte sie mit nach Deutschland und bekommt hier hoffentlich einen einfühlsamen Besitzer.

Bei meinem letzten Aufenthalt in Mali Losinj, ich war gerade 6 Stunden auf der Insel, hatte Veronika abends einen Karton mit 5 Welpen im Garten stehen. Ich vermutete, dass die Hunde extra für mich bestimmt waren. Wahrscheinlich hofften die Leute, dass ich für sie eine Lösung finden werde. Meine Anwesenheit spricht sich auf der Insel immer sehr schnell herum. Aber schon nach 6 Stunden, das überraschte mich sehr. Natürlich konnte ich die Hunde nicht zum Einschläfern bringen. Ich überredete Veronika, die Welpen solange zu behalten, bis sie nach eingehaltener Impfzeit nach Deutschland gebracht werden können. Sie wurden sogleich geimpft, entwurmt und gechipt. Jetzt endlich sind sie bei uns angekommen und gut vermittelt. Trotzdem bin ich sehr verärgert wegen der Kiste mit Welpen. Schließlich weiß ich nicht wer die Mutter ist. Daher kann sie nicht kastriert werden. So habe ich das dumpfe Gefühl, dass in nicht allzu langer Zeit wieder Welpen von ihr im Garten von Frau Vidos landen. Es ist und bleibt ein Fass ohne Boden. Diese Welpen hatten Glück, aber das ist die Ausnahme. Manch einer muss trotzdem eingeschläfert werden, allen können wir eben nicht helfen.

Eine kleine Hoffnung für die Zukunft gibt es aber doch für die Hunde. Es hat sich in Mali Losinj ein Tierschutzverein gegründet. Mit diesem stehen wir in gutem Kontakt. Dieser versucht von der Stadt ein Grundstück für Hunde zu bekommen. Außerdem möchten wir gemeinsam die Kastration von Hunden ausweiten. Es kann nicht sein, dass die Leute einfach ihre Welpen in die Natur setzen dürfen, nur weil sie sich weigern, ihren Hund kastrieren zu lassen. Es bleibt uns also noch viel Pionierarbeit für die Zukunft.

 

Unsere Hilfe von August bis Dezember 2005

Wir konnten wieder etwas Katzenfutter für Veronika Vidos kaufen. Außerdem bezahlten wir die Kastrationen von 24 weiblichen Katzen und 2 weiblichen Hunden. Für 2 Hunde konnten wir neue Plätze finden. Veronika Vidos füttert täglich ca. 145 Katzen und einige Hunde. Die Kastrationen für Katzen und Hunde sind nach wie vor kontinuierlich notwendig. Dafür brauchen wir jeden Euro. Veronika Vidos hat im Oktober zusätzlich zu ihren 27 Futterplätzen 3 neue Stellen mit Katzenfamilien hinzu bekommen. Jetzt müssen diese Katzen natürlich auch sofort kastriert werden.

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg
Stichwort: „Kroatien”

Seitenanfang