Mali Losinj  2007

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg

Unsere Hilfe vom Dezember 2006 - Mai 2007

Wir bezahlten die Kastration von 21 Katzen und 4 weiblichen Hunden, ebenso die Impf- und Chipkosten von 10 Hunden, die Veronika Vidos aufnehmen und weiter vermitteln konnte. Dann kümmerten wir uns noch um die Rettung und Vermittlung von 9 Katzen. Andere Tierfreunde aus Deutschland bezahlten außerdem über 20 Kastrationen von freilebenden Katzen auf der Insel Cres. Ebenso wurde auch noch eine Kolonie wildlebender Katzen direkt im Zentrum von Mali Losinj von tierliebenden Einheimischen zum Kastrieren gebracht. Wir konnten und mussten sehr viel Futter für die vielen Katzen und Hunde (alle weiblichen Katzen und Hunde sind kastriert – jede neue weibl. Katze wird selbstverständlich zum Kastrieren gebracht, aber nur wenn wir dies weiterhin finanzieren können) bezahlen, die von Veronika Vidos täglich versorgt werden.  

Nur so schaffte Veronika die letzten 6 Monate.Jetzt sind unsere Spenden und Reserven für dieses Projekt aufgebraucht.  Nun müssen wir überlegen wo wir in Zukunft einsparen oder Abstriche machen müssen.

    

Wir alle hoffen jetzt auf Ihre Spendenbereitschaft für die Katzen und Hunde auf der Insel Losinj, dann wird es vielleicht wieder die nächsten Monate weitergehen können und das Futter gesichert sein. Wenn auch noch Veronikas Gesundheit länger mitmacht, dann werden die Tiere sicher die nächsten Monate gut genährt überleben. Nur gemeinsam werden wir dieses Projekt weiter am Leben erhalten können.

 Mia und Pia – oder 3 Generationen = 9 Hunde die nicht sein mussten

Während meines Aufenthaltes im Mai auf der Insel Losinj musste ich wieder so einiges erleben. Unser Auto  wurde erkannt und bereits am 1. Tag gab ein Mann eine Plastiktüte blutverschmiert ab und sagte, er habe diese gefunden. Inhalt: 4 Hundewelpen, gerade geboren noch mit Nabelschnur. Ohne Mutter waren sie ohne Überlebenschance. So blieb mir nur der Weg zum Tierarzt, der die Welpen einschläfern musste. Des nachts landete noch einmal eine Katzenmama mit 4 Babies in Veronikas Garten.

Am vorletzten Tag bekam ich auch noch einen Schuhkarton mit 2 Katzenbabies in die Hand gedrückt.

Das Leben ist dort für Veronika Vidos schon sehr schwer, täglich gibt es neue Sorgen und Probleme:    
Eines davon waren die Hundeschwestern Mia und Pia.

Eigentlich wären diese beiden Hunde, deren Schicksal und die damit verbundene Arbeit sowie die dazugehörigen Kosten vermeidbar gewesen, wenn schon vor 2 Jahren auf mich gehört worden wäre. Dies begann so: Ein weiblicher Welpe wurde von tierliebenden armen Menschen gefunden und adoptiert. Sie hatten bereits eine ebenfalls übrige Hündin aufgenommen und wir haben die Kastration bezahlt. Die neue Hündin war allerliebst, jedem gefiel sie. Diesmal half mein ganzes Reden und Bitten nicht. Sie sollte nicht kastriert werden und ruhig Junge bekommen. Man würde sie schon selber vermitteln, erhielt ich zur Antwort. Sie bekam dann auch 5 Welpen, davon 3 Rüden, die angeblich gut vermittelt wurden. Einer der Rüden wurde kurz darauf überfahren, erfuhr ich noch. Die 2 Schwestern aber wurden zusammen „aufs Land“ vermittelt. Dort hingen sie vom Welpenalter an der Kette. Im September 2006 wurde Veronika auf sie aufmerksam, weil sie dort in der Nähe auch Katzen füttert. Wir gingen zusammen zum Besitzer und boten die Kastration an. Er war nicht abgeneigt, aber brachte sie leider nicht – wie ausgemacht – zum Tierarzt. So wurde eine trächtig und es begann ein neues Problem: weitere 4 Welpen, davon 3 Rüden. Mir reichte es jetzt und Veronika auch. Es musste etwas geschehen. Veronika schaffte es dann doch, die eine Hündin im April zum Kastrieren zu bringen. Ich holte dann kurz danach die Schwester ab. Zur Nachsorge blieben sie dann bei Veronika Vidos jeweils für eine Woche. Dies war sehr problematisch, weil die Hunde keine Katzen mochten. So war es Stress pur für Veronika. Aber nur so konnte die Geburtenkette endlich für immer beendet werden. Die Welpen von Pia konnten untergebracht werden, einer lebt in Losinj, einer wurde von Leuten auf dem Festland adoptiert. Die Hündin nahm eine Touristin nach Deutschland mit und der letzte Rüde landete dann doch wieder bei mir. So nahm ich ihn mit noch einem anderen Hund und einigen Katzen bei meiner Heimfahrt mit.

Mia und Pia sind wieder zurück bei ihrem Besitzer. Er hält sie für kroatische Verhältnisse nach Aufklärungsarbeit unsererseits ganz gut. Eine Hündin ist immer an der sehr langen Laufkette, die andre frei. Dies wird alle paar Tage gewechselt. Die Kette muss sein, weil sie sonst, wenn beide frei sind, in Kompanie Schafe oder Ziegen töten, die dort auch ein Recht auf Leben ohne Gefahr haben.

Veronika kontrolliert aber jetzt alle paar Tage, wenn sie ihre Futtertour in den Vororten hat, ob Pia und Mia auch wirklich immer Wasser, Futter, Schatten usw. haben. Wir sind froh, dass jetzt endlich alle kastriert sind. Die Mutter von Mia und Pia durften wir dann doch kastrieren lassen, nachdem sie den ersten Wurf hatte. Die Menschen sahen ein, dass es auf der Insel nicht leicht ist, Hunde gut zu vermitteln. Ihre Hündin und die andere, die sie schon vor einigen Jahren aufnahmen, dürfen nämlich in absoluter Freiheit in der Natur zusammen mit ihren Menschen leben, eine Kette käme für sie nie in Frage. So waren sie doch ein wenig traurig, dass durch ihre Sturheit es so weit kam. Auch sie sind jetzt erleichtert, dass alle kastriert sind und dankbar, dass wir es finanziert haben.

Diese Geschichte soll ein Beispiel sein, dass jede einzelne Kastration wichtig ist und jede noch so kleine Spende dazu beiträgt, sehr viel Leid und Probleme zu beenden.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Im Juni 2007 

Ihre Judith Jantke

Lovran

Wir konnten insgesamt 17 Katzen aus Lovran übernehmen und vermitteln. Diese waren allesamt zu lieb und menschenbezogen um auf die Straße entlassen zu werden. Außerdem konnten wir die Kastration von 24 weiblichen Katzen finanzieren.Die Situation der Katzen ist in Lovran und Umgebung durch die vielen Kastrationen sichtbar besser geworden. Die ausgesetzten Hunde müssen aber nach wie vor in einer Hundepension untergestellt werden. Ein Tierheim ist leider immer noch nicht in Sicht. Gerade für große Hunde ist die Aussicht auf Vermittlung sehr schwer und die Hunde stehen so ewig in der Hundepension. Tierheime die einmal solch einen Hund übernehmen würden sind jederzeit gesucht. 

Unserer Hilfe von Juni bis November 2007

Mali Losinj

Wir bezahlten die Kastrationen von 19 weibl. Katzen und 2 weibl. Hunden. Dazu kamen noch einige notwendige Tollwut-Impfungen von Hunden, die von Veronika Vidos gefüttert werden. Weiterhin erfolgte die Bezahlung der Operation eines kranken Katers. Veronika konnte mehrere Katzen und 2 Hunde aufnehmen und vermitteln.

Anfang Oktober waren es viele Katzen und 13 Hunde die von Veronika Vidos täglich gefüttert werden. Trotz sofortiger Kastration jeder neu entdeckten Katze sind es dieses Jahr wieder mehr geworden.  Es werden leider immer wieder neue Katzen ausgesetzt, ganze Katzenfamilien werden „entsorgt“. Da beginnen dann die Probleme für Veronika. Oftmals können die Katzen, dort wo sie zurückgelassen und gefunden werden nicht bleiben. Die Gründe sind vielseitig, z.B. Menschen die mit Vergiftung drohen, Gefahr durch Hunde oder gefährliche Straßen, mangelnde Unterschlupfmöglichkeit bei Regen, Wind oder Kälte, zuviel bereits vorhandene Katzen. So müssen die Katzen oft umplatziert werden an Orte und Futterstellen die ihnen eine Chance zum Überleben geben. Aber wer Katzen kennt weiß: sie haben ihren eigenen Willen und bleiben nicht dort wo sie sollen! Wenn die Katzenbabies überleben, dann müssen auch diese wieder später eingefangen und zum Kastrieren gebracht werden.

So ist Veronika täglich mindestens 7 Stunden nur für ihre Katzen beschäftigt. Jeden Morgen kocht sie 3 – 4 Kilo Spaghetti. Diese werden dann mit Dosenfutter gemischt. Außerdem braucht sie täglich noch 1,5 – 2 kg Trockenfutter und sehr viele Dosen pur, sowie Hundefutter. Speziell die alten Katzen, viele sind schon älter als 10 Jahre, liegen ihr am Herzen. Für ihre „Lieblinge“ nimmt sie sich besonders viel Zeit. Sie essen langsamer und brauchen weiches, pures Dosenfutter, da sie oft schon Zahnprobleme haben. So muss sie lange warten bis die alten „Damen und Herren“ auch alles aufgegessen haben und nicht zu kurz kommen. Würde sie einfach weitergehen, dann würden es entweder die jüngeren Katzen wegfressen oder aber die Möwen, die überall schon hungrig auf den Bäumen lauern. So ist Veronika Vidos täglich in großer Sorge, dass ihre Tiere nicht hungrig sein müssen. Sie hofft, dass sie trotz ihres sehr schlechten Gesundheitszustandes ihre Tiere noch lange versorgen kann.

 

Wir sind andererseits in Sorge, dass wir auch weiterhin so viel Futter und die nötigen Kastrationen finanzieren können, um wenigstens die Geldsorgen Veronika für die nächsten Monate nehmen zu können. Ansonsten können wir ihr nur viel Kraft und Durchhaltevermögen wünschen und hoffen, dass dies noch lange Zeit für die Tiere so weitergehen kann.

Nun noch zu den Hunden: Unsere Kastrationen haben die Situation schon verbessert und manchmal dürfen wir eben nicht aufgeben! Dies zeigt das folgende Beispiel:  Im März nahm Veronika 2 Welpen auf, die wir vermittelten. Bedingung war, dass sofort die Mutter kastriert wird. Aber trotz mehrmaligen Anfragens weigerte sich die Besitzerin vehement. So blieb die Hündin unkastriert. Als ich im Oktober in Losinj war, entdeckte ich in der Nähe des Campingplatzes (dort bin ich im Urlaub untergebracht) ein Haus vor dem 6 oder 7 kleine Hunde herumliefen und bellten. Ebendiese töteten auch noch 2 kleine Katzen, die in der Nähe von Veronika gefüttert wurden. Sie waren frei und sehr scheu. Ich erfuhr, dass dies die Hunde von jener Frau waren, die ihre Hündin – auf unsere Kosten – nicht kastrieren wollte. Jetzt hatte sie so viele hungrige Hunde zu füttern, obwohl sie selber arm ist. Welche Sturheit! Ich bekam eine Horrorvision. Wie viele Tiere würden hier nächstes Jahr herumrennen, wenn sie sich weiter vermehrten? Wohin dann mit ihnen? Kann man sie dann überhaupt einfangen? Es musste etwas geschehen, notfalls mit Zwang. So drohten wir mit dem Hundefänger, der gerufen würde um alle einzufangen, wenn nicht endlich die Zustimmung zur Kastration aller Hündinnen erfolgte! Wir hatten Glück. Nach langer Zeit erfolgte auf diese Drohung hin endlich die Zustimmung. Ich überbrachte diese gute Nachricht sofort dem Tierarzt und er versprach so bald als möglich zu kastrieren. Er war auch sehr erleichtert, denn ihm war die Situation schon länger bekannt. Mehrere Leute hatten sich über die streunenden Hunde schon beschwert oder gestört gefühlt. Inzwischen ist eine Hündin kastriert, die anderen beiden folgen in Kürze und ich habe zumindest für den Moment eine große Sorge weniger, bis zur Nächsten! Diese kam auch prompt als ich wieder daheim war und Veronika mir am Telefon von ihrem neusten Schützling erzählte: Auf der Mülldeponie war wieder einmal „Tag des Verbrennens“, um Platz für neuen Müll zu schaffen. Irgendjemand schaffte auch noch einen zugebundenen Sack dorthin, doch zum Glück wurde dieser noch rechtzeitig entdeckt bevor er ins Feuer gelangen konnte und an Veronika übergeben. Inhalt war eine ältere kleine Hündin mit Mammatumoren, die inzwischen operiert und kastriert wurde.

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.

Im November 2007 

Ihre Judith Jantke

Lovran

Wir bezahlten die Kastrationen von 18 weiblichen Katzen und konnten einen Kater vermitteln.

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg
Stichwort: „Kroatien”