Mali Losinj  2008

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg

Unsere Hilfe von Dezember 2007 – Mai 2008


Die Situation ist nach wie vor schwer und unverändert. Veronika Vidos füttert weiterhin täglich viele Katzen und Hunde. Wir haben ihr so gut es ging mit Futter geholfen. Allerdings sind jetzt unsere finanziellen Mittel komplett aufgebraucht und unser Futterzuschuss reicht gerade noch bis Juli. Wie es mit Futter und Bezahlung von Kastrationen weitergeht wissen wir nicht und hoffen wieder einmal auf Ihre großzügige Spendenbereitschaft im Namen von Veronika und ihren Tieren. Auch die Kastrationen von neuen Katzen und Hunden müssten kontinuierlich weitergehen, um unsere bereits10-jährige Arbeit dort nicht zu gefährden.
Wir konnten die Kastration von 41 weiblichen Katzen und 3 Hündinnen bezahlen, ebenso die Impf- und Chipkosten von 5 erwachsenen Katzen, die wir übernahmen und vermitteln konnten.
Im Haus von Veronika lebten im Frühjahr etliche Katzen. Sie muss aber den Bestand verringern, um ihre Nachbarn nicht weiterhin zu verärgern. Außerdem leben z. Zt. auch einige Hunde bei ihr. So versuchte sie einige Katzen an Futterstellen auszusetzen, aber bei besonders menschenbezogenen Katzen ist dies nicht mehr möglich. So war es auch bei den 5, die wir übernahmen.

Kandia, Hubert und Pimpac:
Im Oktober 2007 bat uns eine tierliebe Deutsche um Hilfe. Sie fütterte Katzen in einem kleinen Urlaubsort auf der Insel, der nur im Sommer bewohnt und auch mit dem Auto schwer zugänglich ist.

Sie hatte Angst, dass die Katzen im Winter verhungern würden. Wir einigten uns darauf, dass sie mit unserer Falle die Katzen einfängt und direkt zum Tierarzt zum Kastrieren bringt. Insgesamt waren es 4 große und 1 Baby, welches wir Kandia nannten. Nach der Kastration setzten wir sie alle an einer Futterstelle aus, die kleine Kandia nahm Veronika zu sich nach Hause, sie war zu jung für ein Leben in einer ihr unbekannten Natur. Als ich jetzt im April die Futterstelle besuchte, rannten mir schon alle vom Oktober ausgewilderten Katzen wohlgenährt entgegen. Es hatte zum Glück geklappt. Die Katzen blieben an dieser Stelle und fühlen sich dort wohl. Veronika kam den ganzen Winter täglich zum Füttern und so waren sie auch schon einigermaßen zahm. Kandia nahm ich jetzt mit nach Deutschland. Sie ist inzwischen geimpft und kastriert und wurde vom Katzenstübchen Fürth übernommen. Kandia war schon zu menschenbezogen um sie dort wieder auszusetzen.

Ähnlich wie Kandia ging es dem kleinen Hubert. Er stammt ursprünglich aus Artatore. Dort lebt aber ein Katzenhasser der alle Katzen, ob kastriert, ob mit oder ohne Besitzer, die ihm in die Quere kommen, tötet. Hubert mit seiner Mama und 3 Geschwistern mussten wir im Oktober ebenfalls umsiedeln. 2 Geschwister wurden gleich  zu Beginn von Hunden getötet, ein weiterer Bruder starb im Winter. So nahm Veronika den Hubert bei der großen Kälte mit nach Hause. Die Mama ist inzwischen kastriert und wandert zwischen verschiedenen Futterstellen hin und her. Es geht ihr gut. Aber was sollte Veronika mit Hubert machen? Auch er war inzwischen viel zu verwöhnt, um ihn zu seiner Mama in die Natur zurück zu bringen. Aber bei Veronika bleiben geht wegen der Nachbarn nicht. Also durfte auch Hubert mitfahren.

Dann gab es noch den Kater Pimpac. Er lebte bei Menschen und war sehr verschmust. Sein Besitzer gab ihn im Winter bei Veronika ab. Da auch er eher für eine Familie als für die Natur geeignet war, nahm ich ihn auch noch mit.
Im Januar starb eine Freundin von Veronika. Sie fütterte viele bereits kastrierte Katzen in der Innenstadt. Selber hatte sie 2 Wohnungskatzen. Veronika übernahm diese. Doch dort fühlten sie sich zusammen mit den vielen Katzen und Hunden nicht besonders wohl. Sie waren Ruhe gewöhnt. Auch diese beiden übernahm dankenswerterweise das Fürther Katzenstübchen. So hatten wieder einige wenige Tiere ein happy end. Den anderen Katzen und Hunden können wir aber nur mit Futter und Kastrationen helfen. Dies hängt für die Zukunft sowohl von den Kräften und der Gesundheit Veronikas ab, als auch von den uns zur Verfügung stehenden Spenden.
 

Unsere Hilfe von Juni bis November 2008

Veronika Vidos hat im Moment sehr viel Probleme und Ärger wegen der Katzen auf der Insel. Gerade deshalb müssen wir unsere Hilfe so gut als möglich zumindest finanziell fortführen um Veronika diese Sorge zu nehmen. In Radio-Diskussionen geht es um das Füttern von Katzen und Kastrationen pro und contra. In Losinj gibt es weder ein Heim für Katzen noch für Hunde. Alle Tiere leben in der Natur. Laut Anordnung soll sich Veronika auch von ihren eigenen Katzen (alle sind kastriert) trennen, da sie die Nachbarn stören. Veronika, die Tierfreunde auf der Insel und wir werden den Kampf für die Tiere dort nicht so schnell aufgeben.

Wir bezahlten wieder die Kastrationen von 20 weiblichen Katzen, einem Kater und 4 Hündinnen, ebenso noch eine Tumoroperation von einer Hündin, die Veronika täglich füttert. Insgesamt versorgte sie im Oktober 14 Hunde, davon 3 eigene, und über 200 Katzen an vielen verteilten Futterstellen.

Weiterhin übernahmen wir noch die Impf- und Chipkosten von 4 Hunden und einigen Katzen, die Veronika aufnehmen und vermitteln konnte. Dank Ihrer Spenden konnten wir auch einen Großteil der anfallenden Futterrechnungen bezahlen.

So hoffen wir wieder auf Ihre Unterstützung, denn der Bedarf an Futter ist endlos!

Auch die Kastrationen müssen stetig weitergehen. Sobald junge Katzen irgendwo auftauchen sind die Menschen noch mehr verärgert, denn wir behaupten ja dass alle kastriert sind. Leider aber werden immer wieder neue Katzen an Futterstellen ausgesetzt. Diese müssen dann, sobald sie alt genug sind, zum Kastrieren geholt werden. Eine nie endende Arbeit für Veronika, die trotz schlechter Gesundheit täglich viele Stunden für die Tiere unterwegs ist. Auch bei den Hunden müssen wir mit den Kastrationen dran bleiben. Nur so haben wir die Anzahl der Tiere im Griff. Oft braucht man dafür Nerven und Geduld für Gespräche mit den Tierbesitzern.

So schaffte ich es wieder, dass eine neue Hündin auf der Mülldeponie kastriert werden durfte. Die Menschen dort, selbst arm, schaffen sich immer wieder neue Tiere an und Veronika darf sie dann füttern.        

links: Ara einen Tag nach der Kastration – großes Lob an unseren Tierarzt, der unsere Tierschutzarbeit unterstützt und hervorragend operiert!

rechts: Ara an der Kette

Eine weitere neue Hündin auf der Mülldeponie hing schon seit Monaten mit der Kette an einem Baum. Sie hatte weder eine Hütte noch ein Dach oder ähnliches, teilweise war sie ohne Wasser. Veronika konnte sie nicht länger ignorieren und begann auch sie täglich zu füttern und mit Wasser zu versorgen, gegen den Willen des Besitzers. Als ich auf Losinj war, wollte ich auch helfen. Es gab lange Diskussionen. Aber am vorletzten Tag meines Aufenthaltes ließ der Besitzer es dann doch zu, dass wir der Hündin eine Hütte aufstellen konnten, dank Veronikas Hartnäckigkeit. Über mich sagte der Besitzer: ich sei nicht Gott, ich solle mich nicht einmischen und er will mich bei seiner Hündin nicht mehr sehen. Die Verhandlung über die nötige Kastration der Hündin muss jetzt noch mit Strategie geführt werden. Wir können da nur finanziell helfen. Ich hoffe, dass Veronika es schafft. Sonst hat sie bald ein neues Problem mit vielen Schäferhund-Mischlingswelpen. Wie Sie lesen können, hilft oft nur Diplomatie und Einfühlungsvermögen, um die Lebenssituation einzelner Tiere zu verbessern.

Eine zusätzliche Aktion war im September die Rettung von 3 bereits kastrierten Hunden. Deren Besitzer, ein sehr tierliebender Mann und guter Bekannter von Veronika, hat sich im August selbst erschossen. Seine Hunde lebten allein mit ihm in der Wohnung. Er hatte sie nacheinander über Veronika von der Straße aufgenommen. Die Kastrationen bezahlten wir. Veronika bat uns um Hilfe. Für die Hunde hätte es sonst nur die Alternative des Einschläferns gegeben. Dies hätten weder die Hunde noch der Mann verdient. Immer wenn Veronika Hilfe beim Tragen oder Entladen von Futter oder anderen schweren Sachen gebraucht hat, half ihr dieser Mann. Es ist ein starker Verlust für sie, da ja ihre Gesundheit körperlich sehr eingeschränkt ist. Zum Glück erklärten sich unsere Allgäuer Tierfreunde bereit, die 3 Hunde abzuholen und sie konnten inzwischen auch alle gut vermitteln. Die Fahrtkosten bezahlte „Stimme der Tiere e.V.“. Wir machen zwar Tierschutz vor Ort, aber manchmal ist die Übernahme von Tieren deren einzige Überlebenschance.

Die überflüssig gewordene Katzenfamilie:

Auch Katzenmama Schelena und ihre 4 Babies hatten auch nur durch Vermittlung eine Chance auf Leben. Im Sommer ließ sich die trächtige Katzenmama von selbst in einem schönen Haus mit Garten mitten in der Stadt bei tierliebenden Menschen nieder. Aber anstatt sie vielleicht noch zum Kastrieren zu bringen, brachte sie dort 4 Babies nach einiger Zeit zur Welt. Die Hausbesitzer, die normal in Zagreb leben und nur wenige Wochen auf der Insel verbrachten, kümmerten sich gut um Mama und Kinder. Sie bekamen bestes Fressen und gewöhnten sich an das Leben von Hauskatzen weit weg von der Natur und deren Gefahren.

Aber gerade dies wäre das Problem gewesen. Denn irgendwann kam für die Menschen der Tag der Abreise und sie erinnerten sich plötzlich an die 5 Katzen, die ja nicht allein zurück bleiben konnten. So fiel ihnen Veronika ein. Sie kann sich ja um dieses Problem kümmern, so dachten sie. Sie aber konnte die Katzen nicht aufnehmen wegen ihrer vielen anderen Katzen und dem Ärger mit den Nachbarn sowie auch wegen ihrer Hunde. Die einzige Alternative wäre das Aussetzen in der Natur an einer Futterstelle gewesen. Aber die jungen Katzen kannten das Leben in Freiheit nicht. Die Mutter war auch nur allerliebst und an den Menschen gewohnt. Wohin also? So ließen wir die Katzen erst einmal impfen. Als die Leute dann natürlich ohne Katzen abfuhren, siedelten sie vorübergehend in Veronikas Badezimmer um.

Ich entschied mich, die ganze  gesunde und schöne Katzenfamilie – für Wohnungshaltung geeignet – mitzunehmen. Die Katzen dankten es mir durch viele Schmuseeinheiten. Die freie Natur wäre zumindest für die jungen Katzen das Todesurteil gewesen. Das Verhalten der Menschen ist auch oft nicht nachvollziehbar.

Schließlich ist Veronika nicht für alle Tierprobleme der Insel allein zuständig.

Denken Sie an die Tiere in Kroatien! Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Judith Jantke

Im November 2008                                                   

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg
Stichwort: „Kroatien”