Mali Losinj  2010

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg

Unsere Hilfe von Dezember 2009 – Mai 2010

Nach einem langen kalten Winter ist die Situation bei Veronika Vidos im März fast eskaliert. Ständige Anfeindungen von den Nachbarn und Inselbewohnern, herbeigerufen durch Diskussionen über Radio gegen Katzen grundsätzlich und endlose tägliche schwere Arbeit brachten Veronikas Gesundheitszustand soweit, dass sie sich einige Tage vor Schmerzen überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Aber es gibt niemanden auf der Insel, der die Tiere täglich füttert außer ihr. Es gibt niemanden, der so tapfer mit jedem Menschen kämpft, der etwas dagegen hat, dass sie die Katzen und Hunde füttert. Wir dachten schon ans Aufhören.

Aber zum Glück geht es Veronika im Moment wieder etwas besser, so dass die Tiere wieder täglich mit Futter und Wasser versorgt werden. Allerdings haben wir unsere ganzen Kroatien-Spenden aufgebraucht, die uns dank Ihrer Hilfe zu Weihnachten bis Mai noch ausgereicht haben. Aber wenn jetzt nichts mehr eingeht, werden wir unser Projekt nach über 12 Jahren verkleinern oder gar beenden müssen. So bitte ich Sie im Namen von Veronika und ihren 223 Katzen und 13 Hunden, die sie täglich an 31 Plätzen füttern muss (Stand 1.Mai 2010) um Ihre Spende!

Dank der Spenden konnten wir wieder neben dem vielen Futter, das gekauft werden muss, auch 49 Katzen, 5 Kater und 1 Hündin kastrieren lassen. Ebenso konnten noch einige weitere Tierarztkosten bezahlt werden. Darunter war auch die Tumoroperation einer Katze, der es jetzt wieder gut geht. Weitere Kastrationen wurden inzwischen wieder durchgeführt und müssen noch bezahlt werden. Mit den beiden Tierärzten auf der Insel haben wir von „Stimme der Tiere e.V.“ als einzige die Vereinbarung, dass wir nur zweimal im Jahr, wenn ich auf der Insel bin, die Rechnung bezahlen müssen. Das bedeutet, die Tierärzte kastrieren für uns zu einem Sonderpreis und vertrauen darauf, dass ich Wort halte und später die Rechnung begleiche. Dieses Entgegenkommen ist für uns und die Tiere wirklich großartig. So kann Veronika jederzeit unbeschwert neue Katzen und Hunde zum Kastrieren bringen. Ebenso nutzen dieses Angebot auch andere tierliebende Bewohner, die irgendwo Katzen füttern. Wenn Einheimische arm sind, dann bezahlen wir auch die Kastrationen ihrer Katzen oder Hunde. So hoffe ich, dass wir diesen Service mit Ihrer Hilfe noch lange beibehalten können. Es ist schon ein Fortschritt, wenn uns Einheimische von selbst bitten, ob sie ihre Tiere zum Kastrieren bringen dürfen. Nur so werden wir den Tierbestand auf der Insel dauerhaft einmal unter Kontrolle haben. Leider werden es aber nie weniger, da das Einzugsgebiet immer größer wird.

Veronika fand viele neue Katzen in diesem Winter vor ihrem Haus. Darunter waren zahme, gepflegte, aber unkastrierte Katzen. Zusätzlich nahm sie noch Katzenbabys, die zu jung waren um den Winter in der Natur zu überleben, mit nach Hause. Es sind einfach zu viele Tiere mitten in der Stadt. Daher fingen auch wieder die Nachbarn an zu schimpfen.

Als Sofortmaßnahme ließ sie jetzt einen Zaun zur Parkplatzseite ziehen, sodass die Katzen nur noch zur Hinterseite das Grundstück verlassen können. Wegen der Nachbarn parkt sie jetzt auch nicht mehr vor ihrem Eingangstor, denn die Katzen sind intelligent. Jeden Abend, wenn sie Veronikas Auto nach ihrer Futtertour kommen hören, rennen alle zusammen auf dem Parkplatz und warten hungrig auf sie. Nachbarn interpretieren dies im örtlichen Radiosender mit „100 Katzen die dort sitzen“. Vielleicht gibt es durch diese Lösung weniger Streit. Auch an den anderen Futterstellen sind die Katzen nirgendwo geduldet. Es werden eben auch nie weniger Katzen – trotz Kastrationen – solange immer wieder neue Katzen ausgesetzt werden. Diese werden, so vermute ich, inzwischen auch von unvernünftigen Menschen von weit her gebracht. Es bleibt eine fast unlösbare Aufgabe für Veronika.

Es gibt auf der Insel weder ein Katzenheim noch ein Gelände auf dem Katzen geduldet werden!

Durch die Vermittlung von  7 Katzen hat Veronika ihren Bestand etwas verkleinern können.  2 davon, ihre Kater Gripl imd Grga , konnte ich mitnehmen. Grga fand Veronika im Oktober allein am Müllcontainer in Cunski. Sie nahm dieses Katzenbaby mit nach Hause und es überlebte mutterlos den Winter. Ebenso erging es Kater Gripl. Von beiden erzählte sie mir bereits im November und ich versprach, dass ich Gripl im April mitnehme wenn er noch lebt. Gripl ist schon etwas besonderes. Bei seinem Fund hatte er 4 verletzte blutige Beine. Sie päppelte ihn auf. Er kämpfte und überlebte. Mit seinem Kumpel Grga schloss er Freundschaft. Die beiden sind unzertrennlich. Gripl orientiert sich an Grga. Er kann wegen seiner Verletzungen als Baby nicht mehr so hoch springen. Beim Laufen erkennt man nichts.      

Gripl und Grga:  Jetzt suchen sie gemeinsam einen guten Platz in Nürnberg.

Veronika, die an allen Katzen hängt, sie bekommen auch immer gleich einen Namen, war sehr glücklich, dass diese beiden nun eine Überlebenschance hatten. Die zwei Kater, die den ganzen Winter bei ihr im Bett schliefen, hatte sie sehr liebgewonnen. So konnte ich ihr mit der Mitnahme eine Freude bereiten. Alle anderen Katzen und Hunde hoffen, dass sie wenigstens weiter ihr Futter finanziert bekommen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung der Tiere in Kroatien.

Mai 2010                    Judith Jantke

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg
Stichwort: „Kroatien”