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Mali Losinj 2010
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Unsere Hilfe von Dezember 2009 – Mai 2010
Nach einem langen kalten Winter ist die Situation bei Veronika Vidos im März fast eskaliert. Ständige Anfeindungen von den Nachbarn und Inselbewohnern, herbeigerufen durch Diskussionen über Radio gegen Katzen grundsätzlich und endlose tägliche schwere Arbeit brachten Veronikas Gesundheitszustand soweit, dass sie sich einige Tage vor Schmerzen überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Aber es gibt niemanden auf der Insel, der die Tiere täglich füttert außer ihr. Es gibt niemanden, der so tapfer mit jedem Menschen kämpft, der etwas dagegen hat, dass sie die Katzen und Hunde füttert. Wir dachten schon ans Aufhören.
Aber zum Glück geht es Veronika im Moment wieder etwas besser, so dass die Tiere wieder täglich mit Futter und Wasser versorgt werden. Allerdings haben wir unsere ganzen Kroatien-Spenden aufgebraucht, die uns dank Ihrer Hilfe zu Weihnachten bis Mai noch ausgereicht haben. Aber wenn jetzt nichts mehr eingeht, werden wir unser Projekt nach über 12 Jahren verkleinern oder gar beenden müssen. So bitte ich Sie im Namen von Veronika und ihren 223 Katzen und 13 Hunden, die sie täglich an 31 Plätzen füttern muss (Stand 1.Mai 2010) um Ihre Spende!
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Dank der Spenden konnten wir wieder neben dem vielen Futter, das gekauft werden muss, auch 49 Katzen, 5 Kater und 1 Hündin kastrieren lassen. Ebenso konnten noch einige weitere Tierarztkosten bezahlt werden. Darunter war auch die Tumoroperation einer Katze, der es jetzt wieder gut geht. Weitere Kastrationen wurden inzwischen wieder durchgeführt und müssen noch bezahlt werden. Mit den beiden Tierärzten auf der Insel haben wir von „Stimme der Tiere e.V.“ als einzige die Vereinbarung, dass wir nur zweimal im Jahr, wenn ich auf der Insel bin, die Rechnung bezahlen müssen. Das bedeutet, die Tierärzte kastrieren für uns zu einem Sonderpreis und vertrauen darauf, dass ich Wort halte und später die Rechnung begleiche. Dieses Entgegenkommen ist für uns und die Tiere wirklich großartig. So kann Veronika jederzeit unbeschwert neue Katzen und Hunde zum Kastrieren bringen. Ebenso nutzen dieses Angebot auch andere tierliebende Bewohner, die irgendwo Katzen füttern. Wenn Einheimische arm sind, dann bezahlen wir auch die Kastrationen ihrer Katzen oder Hunde. So hoffe ich, dass wir diesen Service mit Ihrer Hilfe noch lange beibehalten können. Es ist schon ein Fortschritt, wenn uns Einheimische von selbst bitten, ob sie ihre Tiere zum Kastrieren bringen dürfen. Nur so werden wir den Tierbestand auf der Insel dauerhaft einmal unter Kontrolle haben. Leider werden es aber nie weniger, da das Einzugsgebiet immer größer wird.
Veronika fand viele neue Katzen in diesem Winter vor ihrem Haus. Darunter waren zahme, gepflegte, aber unkastrierte Katzen. Zusätzlich nahm sie noch Katzenbabys, die zu jung waren um den Winter in der Natur zu überleben, mit nach Hause. Es sind einfach zu viele Tiere mitten in der Stadt. Daher fingen auch wieder die Nachbarn an zu schimpfen.
Als Sofortmaßnahme ließ sie jetzt einen Zaun zur Parkplatzseite ziehen, sodass die Katzen nur noch zur Hinterseite das Grundstück verlassen können. Wegen der Nachbarn parkt sie jetzt auch nicht mehr vor ihrem Eingangstor, denn die Katzen sind intelligent. Jeden Abend, wenn sie Veronikas Auto nach ihrer Futtertour kommen hören, rennen alle zusammen auf dem Parkplatz und warten hungrig auf sie. Nachbarn interpretieren dies im örtlichen Radiosender mit „100 Katzen die dort sitzen“. Vielleicht gibt es durch diese Lösung weniger Streit. Auch an den anderen Futterstellen sind die Katzen nirgendwo geduldet. Es werden eben auch nie weniger Katzen – trotz Kastrationen – solange immer wieder neue Katzen ausgesetzt werden. Diese werden, so vermute ich, inzwischen auch von unvernünftigen Menschen von weit her gebracht. Es bleibt eine fast unlösbare Aufgabe für Veronika.
Es gibt auf der Insel weder ein Katzenheim noch ein Gelände auf dem Katzen geduldet werden!
Durch die Vermittlung von 7 Katzen hat Veronika ihren Bestand etwas verkleinern können. 2 davon, ihre Kater Gripl imd Grga , konnte ich mitnehmen. Grga fand Veronika im Oktober allein am Müllcontainer in Cunski. Sie nahm dieses Katzenbaby mit nach Hause und es überlebte mutterlos den Winter. Ebenso erging es Kater Gripl. Von beiden erzählte sie mir bereits im November und ich versprach, dass ich Gripl im April mitnehme wenn er noch lebt. Gripl ist schon etwas besonderes. Bei seinem Fund hatte er 4 verletzte blutige Beine. Sie päppelte ihn auf. Er kämpfte und überlebte. Mit seinem Kumpel Grga schloss er Freundschaft. Die beiden sind unzertrennlich. Gripl orientiert sich an Grga. Er kann wegen seiner Verletzungen als Baby nicht mehr so hoch springen. Beim Laufen erkennt man nichts.
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Gripl und Grga: Fanden gemeinsam einen guten Platz in Nürnberg.
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Veronika, die an allen Katzen hängt, sie bekommen auch immer gleich einen Namen, war sehr glücklich, dass diese beiden nun eine Überlebenschance hatten. Die zwei Kater, die den ganzen Winter bei ihr im Bett schliefen, hatte sie sehr liebgewonnen. So konnte ich ihr mit der Mitnahme eine Freude bereiten. Alle anderen Katzen und Hunde hoffen, dass sie wenigstens weiter ihr Futter finanziert bekommen
Vielen Dank für Ihre Unterstützung der Tiere in Kroatien.
Mai 2010 Judith Jantke
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Unsere Hilfe von Juni – November 2010
Dank Ihrer Spenden konnten wir den größten Teil des Futters bezahlen für die derzeit (Stand 09.10.2010) 226 Katzen und 12 Hunde, die täglich von Veronika auf etwa 30 Futterplätzen versorgt werden. Weiterhin konnten 18 Katzen, 2 Kater und 7 Hündinnen kastriert werden. Mehrere junge Katzen sowie 3 Hunde konnte Veronika vermitteln. Außerdem bezahlten wir noch einige Impf- und Chipkosten für Katzen und Hunde.
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Obwohl es weiterhin immer wieder neue ausgesetzte Kätzchen gibt, zeigen die Kastrationen an den Futterstellen schon Wirkung. Leider werden speziell an den für Einheimischen sichtbaren Futterstellen, wie etwa am Konsum, am Campingplatz oder auf der Mülldeponie, gezielt Kätzchen ausgesetzt. Sie sind oftmals noch viel zu jung von den Müttern getrennt worden. Es ist aber bemerkenswert, wie Veronika trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit es schafft, täglich mindestens 8 Stunden mit dem Auto unterwegs zu sein um die Tiere zu versorgen. Sie hat trotz dieses Arbeitspensums alles unter Kontrolle. Alle Katzen sind kastriert. Sie erkennt jede neue sofort und bringt sie zum Kastrieren. Die Babys nimmt sie mit nach Hause. Es gibt leider auf der gesamten Insel nach wie vor keinen Platz für Tiere.
Die Katzenbabies werden gut versorgt und überleben meistens, wie z.B. die kleine Ulla. Veronika fand sie kurz vor meiner Abreise neben der Hauptstraße. Eine Kämpferin, wie man auf dem Foto erkennen kann. Obwohl noch so klein, ist sie durchgekommen. Eine Einheimische brachte einen ausgesetzten ganzen Wurf mit Mutter zu Veronika. Die Mutter wurde kurz darauf kastriert. Die Frau besuchte täglich ihre Findelkinder und brachte sogar Futter vorbei. Sie war so froh, dass sie alle in Sicherheit waren. Inzwischen sind sie auch alle vermittelt. Es gibt also schon tierliebende Menschen auf der Insel. Die Arbeit aber macht Veronika ganz allein und ohne Hilfe.
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Für die Situation der Hunde gab es auch kleine Erfolge. Im Dorf Cunski konnten endlich 3 Problem-Hündinnen kastriert werden, die immer wieder Welpen bekamen. Viele von ihnen starben oder wurden von den Besitzern an schlechte Plätze vermittelt. Das ewige Reden und Bitten hat sich nach mehr als 2 Jahren gelohnt. Die Besitzer zeigten sich einsichtig und stimmten endlich der Kastration zu.
Auf der Mülldeponie gab es für mich auch ein Erfolgserlebnis. Ein Mann, der auf der Deponie arbeitet, zeigte mit stolz seine neue Hündin. Er hatte sie vor dem Tod gerettet. Mehrere Jahre hing sie an der Kette auf einem Nachbargrundstück. Der Besitzer hatte die Hündin zur Jagd gehalten. Ich habe sie aber immer nur an der Kette gesehen. Jetzt hat er sich einen neuen Rassewelpen angeschafft und wollte sie töten. Der Arbeiter nebenan ließ dies nicht zu und adoptierte sie. Er will aber keine Welpen und hat mich von selber gefragt, ob wir die Kastration bezahlen. Ich stimmte natürlich gleich zu. Solch glückliche Momente gibt es schließlich nur sehr selten auf der Insel. Eher passieren folgende Situationen: Ich bekam einen Anruf während meines Aufenthaltes von einem Bekannten, der in einer Bucht lebt, die man nur zu Fuß oder per Boot erreichen kann. Bei ihm seien 2 Welpen angekommen. Wanderer haben sie gefunden in einer abgelegen Bucht und sie sind den Menschen nachgelaufen bis zu seinem Haus. Die Gegend ist unbewohnt. Irgendwer hat die Welpen wohl per Boot gebracht und einfach in einem absolut abgelegenen Areal ohne Wasser und Nahrung ausgesetzt. Die 2 Hundedamen, wohl 10 Wochen alt, hatten Glück, dass die Wanderer vorbeikamen und sie hinter ihnen herlaufen konnten. Noch größeres Glück hatten sie aber, dass sie in dem einzigen bewohnten Haus einen tierliebenden Einheimischen trafen der mich anrief und um Hilfe bat. Die beiden „Damen“ konnten auch vermittelt werden. Das einzig Schlimme daran ist, dass wir nicht wissen wer die Mutter ist und sie daher nicht kastrieren lassen können. So kann man nicht ausschließen, dass dort bald wieder Welpen ausgesetzt werden und ein schlimmeres Ende haben können als diese beiden.
Helfen Sie uns Veronika, solange sie diese Arbeit körperlich noch schafft, weiterhin zu unterstützen. Jeder kann sich vorstellen, wie viel eine solche Menge Tiere täglich Nahrung brauchen. Wie Sie lesen konnten, lohnt sich diese Hilfe für die Tiere, die schon mehr als 12 Jahre gegeben wird.
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Ein Hinweis darauf sind auch noch einige wenige Katzen, die bereits 1998/1999 kastriert wurden und immer noch an den Futterstellen versorgt werden. Wenn man diese Katzen sieht, weiß man dass es keine größere Bestätigung gibt, dass sich aller Einsatz für die Tiere gelohnt hat.
November 2010, Judith Jantke
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SPENDENKONTO: Stimme der Tiere e.V. Konto: 5732326 BLZ: 76050101 Sparkasse Nürnberg Stichwort: „Kroatien”
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