Mali Losinj  2011

Kroatien – unsere Hilfe von Dezember 2010 – Mai 2011

Wir sind sehr froh, dass wir es dank Ihrer Weihnachtsspenden geschafft haben, alle Tiere satt durch den diesmal sehr langen und kalten Winter zu bringen. Inzwischen sind leider alle Spenden und Reserven restlos aufgebraucht. Veronika mit all ihren Tieren auf der Insel hofft jetzt sehr auf Ihre erneute Unterstützung. Da das Benzin teurer geworden ist, schafft sie es nicht auch noch Futter zu bezahlen. So ist sie auf unser Futtergeld mehr den je angewiesen.

Es konnten wieder 24 weibliche Katzen, 4 Kater und 3 weibliche Hunde kastriert und 11 Katzen vermittelt werden. Veronika versorgt (Stand 14.05.11) an 32 Stellen insgesamt 231 Katzen und 11 Hunde. Jedes neue ankommende Tier wird natürlich gleich kastriert, dafür brauchen wir auch weiterhin jeden Euro.

Die Tiere sind es gewohnt, dass Veronika einmal pro Tag, bei jedem Wetter, mit ihrem Auto vorbeikommt und sie füttert. Sie kennen das Geräusch des Automotors und kommen von überall her angerannt. So auch die alte Dimi, die immer beim Trafohäuschen auf ihr Futter wartet. Sie ist mindestens 14 Jahre alt und wurde bereits 1998 kastriert. Das weiß ich, da ich sie damals selbst eingefangen habe. Das war zu Beginn unserer Kroatienhilfe. Dimi bekommt nur „Weiches“ der alten Zähne wegen, wie Veronika sagt.

Im Ort Cunski gibt es kaum Touristen. Die vielen Katzen dort sind besonders hungrig und rennen von weit her, wenn sie Veronikas Auto hören.

Leider sind diesen Winter von einer Futterstelle gleich 6 Katzen auf einmal gestorben. Sie lebten in und um ein altes Hotel, das seit vielen Jahren unbewohnt und verwahrlost war. Ein guter Ort mit Unterschlupf im Haus bei schlechtem Wetter für insgesamt 12 Katzen. Das alte Hotel wurde jetzt aber verkauft und wird gerade umgebaut. Seither fehlen 6 Katzen. Vielleicht sind sie an Gift gestorben, das gegen Ungeziefer ausgelegt wurde. Somit gibt es wieder eine Stelle weniger, an der Katzen unbeschwert und geduldet leben können.

Immer wieder kommen neue Katzen oder neue Futterstellen dazu. So auch diesmal beim Konsum, als einen Tag vor unserer Heimfahrt 5 sehr wilde Katzenbabies dort ausgesetzt wurden. Veronika hat sie erst einmal mit nach Hause genommen, damit sie dort von den vielen ein- und ausparkenden Autos nicht überfahren werden. So wird unsere Hilfe immer gebraucht, sowohl für das viele tägliche Futter wie auch bei notwendigen Kastrationen. Arme Einheimische, die streunende Katzen füttern, bitten uns außerdem immer wieder um Hilfe. Dieses Mal wurden Katzen zum Kastrieren sogar bis von Punta Kriza (Insel Cres) und Nerezine gebracht. Das Kastrationsangebot muss auch weiterhin finanziert werden.

Im Haus von Veronika drängeln sich viele Katzen um die Futterschüsseln.

Eine Putzfrau von einem Campingplatz außerhalb hat mich gefragt, ob wir mit Futter für eine teilweise kastrierte Gruppe von ca. 10 Katzen helfen können. Die Menschen dort verdienen nicht viel und Tiernahrung ist teurer als bei uns. So kaufte ich auch für diese Katzen einmalig eine große Portion Futter. Wenn es schon Einheimische gibt, die sich um die Tiere Gedanken machen, so sollten wir sie irgendwie unterstützen. Nur dadurch wird sich in Zukunft der Umgang mit den Tieren dort positiv verändern können. Die Leute müssen auch lernen selber mitzuhelfen und sich zu sorgen.

Auch bei den Hunden sieht man Fortschritte. Viele sind inzwischen kastriert. Ausgesetzte Welpen gibt es lange nicht mehr so viel wie früher. Auch da bitten uns immer wieder Einheimische ob wir die Kastration bezahlen können, die für sie unerschwinglich ist. Wir als Verein bekommen diese zum Sonderpreis. Leider gibt es auf der Insel immer noch keinen Platz für streunende Hunde. Diese werden normalerweise vom Tierarzt nach Rijeka gebracht oder eingeschläfert. Inzwischen ist in Kroatien Chippflicht für Hunde, so dass das Aussetzen schwieriger wird.

Dieser Hund aber wurde vom Tierarzt ausgesetzt gefunden ohne Chip, er wollte ihn nicht einschläfern und bat Veronika um Hilfe. Bis zu seiner Vermittlung hängt er jetzt provisorisch an einem Platz bei der Mülldeponie. Hier wird er täglich von Veronika gefüttert und versorgt, genau wie die vielen anderen Katzen und Hunde, die dort leben. Wieder ein großer hungriger Esser mehr für Veronika.

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg
Stichwort: „Kroatien”

So bitte ich Sie dringend um Ihre Unterstützung für die Katzen und Hunde auf der Insel Losinj. Wer einmal dort  Urlaub macht wird sehen können, dass der Tierbestand im Vergleich zu anderen Orten und Inseln gut unter Kontrolle ist. Dank unserer finanziellen Unterstützung ist es so gut geworden und das sollte auch so bleiben.

Im Mai 2011                       Ihre Judith Jantke