Mali Losinj  2001

SPENDENKONTO:
Stimme der Tiere e.V.
Konto: 5732326
BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg

Hilfsfahrt nach Kroatien im Februar  2001

Am 11.02.01 fuhr ich mit meiner Kollegin Beate Lindig nach Oroslavje bei Zagreb.
Wir hatten mein Auto mit Katzenfutter, Pasten, Flohmittel, Decken, Kleidung und
Geld voll  beladen.

Bei Frau Heger, die ca. 180 Katzen betreut, schauten wir mal wieder nach dem Rechten, da sie seit Anfang 2000 von uns  unterstützt wird. Vor allem ,,Buvko" (siehe beiliegenden  Tatsachenbericht) interessierte uns. Er hat sich zu einem bildhübschen Kater entwickelt. Leider wird er Zeit seines Lebens kein Vertrauen mehr zu Menschen entwickeln.

Wir hatten auch  kurz Zeit, die Leute mit den Wildvögeln zu besuchen. Es blutet einem  das Herz, wenn man sieht, mit welcher Liebe vor allem die Frau ihre  Vögel gesund pflegt und dass sie aus Geldmangel die Vögel in  Verschlägen halten muss. Aber das Material für großzügigere Volieren müsste von Vogelliebhabern aus Deutschland kommen.


Unsere Hilfe in den Monaten Januar-März  2001

Am 14.02.01 fuhren wir über Rijeka nach Cres. In Mali Losinj besuchten wir Veronika, die Katzenmama vor Ort. Sie  betreut z.Zt. bei sich im Haus 30 Katzen. Weitere 150 Katzen werden, auf 19 Futterstellen verteilt, gefüttert. Um 5.oo Uhr morgens steht sie auf und kocht einige Kilo Spaghetti, die sie mit Dosenfutter  vermischt. Für Veronika, die selbst krank ist, bedeutet dies  Schwerstarbeit. An den Futterplätzen werden auch immer wieder neue  Katzen ausgesetzt. Diese werden von ihr gefüttert, geimpft und zum Kastrieren gebracht. So wurden in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bereits 21 Katzen kastriert. Durch unseren Kurzaufenthalt von 3 Tagen konnten wir ihr einige Arbeit abnehmen. Durch die BSE-Krise gibt es fast kein Tierfutter mehr zu kaufen.

Für befreundete  Tierheime konnten wir diesmal einige Katzen und Hunde, welche  getötet werden sollten, nach Deutschland bringen. Für diese Tiere  hat der Überlebenskampf ein Ende gefunden. Wer kann zusehen, wenn ein kleiner Pudelmischling von 6 Jahren erschossen werden soll?  Beate und ich nicht, deshalb ist auch dieser Hund jetzt in Deutschland.

Im März 2001

Irmgard Ganser

Hilfe für Tiere von Frau Veronika Vidos von April bis  Juli 2001

Es konnten 17 weibliche Katzen und 1 Kater kastriert werden. Wir konnten 9 Hunde vor dem Einschläfern retten  und vermitteln. Frau Vidos konnte durch unsere Hilfe 34 Katzen aufnehmen und vermitteln.
9 Katzen mussten eingeschläfert werden,  einige wurden überfahren oder starben an  Krankheiten.
         Fütterung
Obwohl Frau Vidos durch das viele  Kastrieren nicht mehr so viele junge Katzen vor die Tür gesetzt bekommt und es keine Eigenproduktion an den Futterstellen mehr gibt, ist die Situation von Frau Vidos eher wieder schlechter geworden.  Nicht nur, dass ihr Auto wieder mal kaputt war, jetzt hat auch noch die Waschmaschine den Geist aufgegeben. Das Futter wird immer  teuerer. Wir bekommen für die Mark immer weniger kroatische Kuna. Zu  alledem hat Frau Vidos einige neue Futterstellen. Jetzt sind es über 25 Plätze. Sie ging dann noch mit mir im Juni auf die städtische Mülldeponie. Dort leben Menschen, Federvieh, Schweine, Ziegen, Schafe und natürlich jede Menge Katzen (ca. 60) und einige Hunde.  Sie hat dort noch 3 weitere Futterstellen eingerichtet. So füttert  sie jetzt täglich über 180 Katzen und einige Hunde. Mit den sehr armen Menschen, die bei der Mülldeponie in Hütten ganz oder  teilweise leben, müssen wir mit sehr viel Fingerspitzengefühl verhandeln und reden, damit wir die Möglichkeit haben, das Gelände zu betreten und Tiere zu füttern und kastrieren zu lassen. Mir wurde gesagt, dass die Katzen Ratten und Mäuse, die es auf dem Müll zahlreich gibt, fressen sollen. Kastriert würden sie das nicht mehr tun, so denken die Leute. Inzwischen haben wir schon 7 Kätzinnen eingefangen und kastrieren lassen und es wird  weitergehen.

Eine Hündin darf ich im September kastrieren lassen, eine weitere kleine Hündin hätte ich gleich noch geschenkt bekommen, sie wird von Frau Vidos von ihrer 1 Meter langen Kette befreit, sobald sie wieder Platz in ihrem Garten hat. Eine weitere  ältere Hündin, deren Fell und Haut durch 7 Jahre Leben im Müll  ruiniert und voller Parasiten waren, habe ich gleich mitgenommen.  Ihr zahnloser Besitzer wollte sie umbringen und war froh, dass er sie los hatte. Er möchte jetzt einen weiblichen Welpen, den wir aber später kastrieren lassen dürfen! Die kleine weiß-braune langhaarige  Hündin wartet jetzt auf liebe Menschen, die sie adoptieren, oder auf  Menschen, die die Kastrationskosten und die Kosten für die Entfernung eines Geschwürs auf dem Rücken übernehmen.

Um weitermachen zu können, brauchen wir jetzt dringend jede Mark für  Futter, Impfungen, Kastrationen und Transportkosten.

Vielen Dank im Namen der Tiere auf Mali Losinj und von Frau Vidos.

Im Juli 2001
Judith Jantke

 

Hilfe von August - Oktober 2001

Dank ihrer Spenden konnten wir 2 Futtertransportfahrten zu Frau Vidos durchführen und ihr ebenfalls helfen, wilde Katzen einzufangen. So konnten in diesen 3 Monaten insgesamt 29 Katzen, 1 Kater und 3 Hunde kastriert werden. 6 Hunde konnten wir übernehmen und vermitteln.

Frau Vidos war es durch unsere Hilfe möglich,  über 60 Katzen aufzunehmen und viele davon zu vermitteln. Nur wenige starben oder mussten eingeschläfert werden. Wir bezahlten Impfungen  für Katzen und Hunde. Frau Vidos bekam Dank einer Spenderin eine  neue Waschmaschine, die bitter nötig war.

Die Zahl der täglich versorgten Futterplätze von Frau Vidos stieg auf etwa 30 an. Ebenso unterstützt sie von unseren Futterspenden andere tierliebende  Menschen, die wildlebende Katzen füttern. Diese werden dann von uns auch, wenn wir vor Ort sind, eingefangen und zum Kastrieren  gebracht

Durch die Kastrationen konnten wir jetzt auch auf  der Mülldeponie den Katzenbestand in den Griff bekommen. Natürlich  muss der Nachwuchs von diesem Jahr noch kastriert werden. Im Moment versorgt Frau Vidos etwa 180 Katzen und einige Hunde mit  Futter.

Um weitermachen zu können, sind wir auf Ihre Spenden angewiesen. Dann halten Sie sich auch vor Augen: Seit Beginn unserer Hilfe im Jahre 1998 wurden auf der Insel keine offiziellen Vergiftungen mehr durchgeführt. Der Katzenbestand ging durch die Kastrationen deutlich zurück. Frau Vidos konnte nur durch unsere Hilfe noch mehr Futterplätze einrichten, so dass auf der Insel die Katzen wenigstens nicht mehr verhungern.
 

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Stimme der Tiere e.V.
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BLZ: 76050101
Sparkasse Nürnberg
Stichwort: „Kroatien”

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